Mit 17 Jahren wird er 1941 zur Wehrmacht eingezogen. Zuerst in Königsberg, später im besetzten Frankreich wird er als Funker ausgebildet. In Frankreich zeichnet er in jeder freien Minute: Menschen im Café, die Brücke von Avignon, Angler an der Rhone. 1943 wird er an die Ostfront zu einer Aufklärungseinheit in Witebsk versetzt und wenig später von der Roten Armee gefangengenommen. Vier Jahre lebt Hanno Edelmann in einem sibirischen Gefangenenlager bei Swertlowsk. Nach einer Krankheit darf er in der Töpferwerkstatt des Lagers arbeiten; er zeichnet Kameraden beim Kartoffelschälen, russische Strafgefangene, den Lagerkommandanten.Dorothe Klostermann1947 kehrt er nach Hamburg zurück.In der Universitätsklinik lernt Hanno Edelmann als 24jähriger Patient Dora Klostermann kennen, die Oberschwester der Chirurgischen Abteilung. Sie ist Kunstliebhaberin und Sammlerin. Seine Zeichnungen sind für sie eine Entdeckung, und sie ist beeindruckt von der Intensität, mit der er auch im Krankenhaus daran arbeitet. So öffnet sie ihm ihre große Sammlung deutscher Expressionisten, unterstützt ihn mit kleinen Geldsummen, ermöglicht ihm Studienaufenthalte auf dem Land und schafft Verbindungen zu Galeristen und Sammlern weiter>